Jaco Dijkshoorn

Jeder Chefkoch sagt es: Ein gutes Gericht beginnt immer mit der Wahl der richtigen Zutaten. In unserem Unternehmen läuft es exakt so. Während früher einmal Torf aus den Niederlanden das Ausgangsprodukt für Substrate war, kaufen wir heute weltweit Rohstoffe ein. Jedes Material hat einzigartige Eigenschaften.

Wir wollen das zusammenstellen, was unseren Kunden das beste Endergebnis ermöglicht, sagt Jaco Dijkshoorn. Er ist als Geschäftsführer unter anderem für den Einkauf unserer Produkte verantwortlich.
„Kein Kunde ist wie der andere. Welche Pflanzen werden angebaut, welche Bewässerung und welche Topfgröße verwendet? Wird Rezirkulation genutzt? Welche Qualität hat das Wasser? Wie arbeitet der Kunde? Das alles berücksichtigen wir in unserer Beratung über das richtige Medium“, so Jaco. Rohstoffe aus nicht weniger als 27 Ländern können Teil der Pflanzerde oder des Substrats sein. Kokostorf aus Sri Lanka, vulkanisches Perlit von der griechischen Insel Milos, Rinde aus Portugal, Gartentorf aus Schweden, Weißtorf aus Estland, Torfmoos aus Chile und noch viel mehr. NEUE GEBIETE FÜR GARTENTORF Der wichtigste Rohstoff, rund 75 %, ist noch immer Torf. Die einzigartigen chemischen und phytosanitären Eigenschaften machen Torf zu der saubersten natürlichen Grundlage für Substrate überhaupt. Es gibt verschiedene Torfarten. Gartentorf hat noch immer den größten Anteil. Dabei handelt es sich um gefrorenen Schwarztorf. „Ein einzigartiges Produkt, weil sich nach einem Prozess von einigen Tagen bei Temperaturen von -5 °C Kristalle bilden.
Es entstehen mehr Poren, die den Torf porös machen. Das Produkt kann Wasser aufnehmen und auch wieder leicht abgeben. Es hat gleichzeitig gute Klebkraft, die für die maschinelle Verarbeitung zu Presstöpfen nötig ist. Traditionell kommt dieser Torf aus Deutschland, aber dort wird er immer knapper. Daher kaufen wir ein ähnliches Produkt im Baltikum, in Polen und Schweden. Wir wählen bewusst mehrere Herkunftsorte, um unsere Lieferrisiken einzuschränken und jederzeit Qualität gewährleisten zu können. In einem strengen Winter kann es zum Beispiel in der Ostsee viel Eis geben, wodurch nur schwer Schiffe verfügbar sind. Eine Streuung der Risiken ist deshalb essenziell. LOGISTIKKOSTEN SPAREN Eine andere häufig verwendete Torfart ist Weißtorf, auch Torfmoos oder Sphagnum genannt. Das ist die oberste Torfschicht. Sie hat eine helle Farbe und besteht vor allem aus Torfmoosarten. Nach dem Trocknen kann dieser Torf das Neun- bis Zwölffache seines
Eigengewichts an Wasser aufnehmen, eine seiner wichtigsten Eigenschaften. Dabei hat er ein niedriges Gewicht und eine lockere Struktur. Diese Torfart gewinnen Torfabbauunternehmen in Schweden, Finnland und dem Baltikum, in dem sie die oberste Torfschicht abfräsen und dann trocknen. Danach saugen sie den Torf mit großen Staubsaugern auf. STRENGE QUALITÄTSKONTROLLEN ob es sich nun um Torf aus Estland, Kokos aus Sri Lanka oder Sublime aus Deutschland handelt, alle Rohstoffe werden streng kontrolliert. „Unsere Kunden verlassen sich auf uns. Das sollen sie auch können. Die Zuverlässigkeit der Lieferanten ist daher wichtig. Wir vereinbaren strenge Qualitätskriterien und kontrollieren alle Rohstoffe ganz genau.“